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Follow the Money: Finanzielle Aspekte in der Bekämpfung des Menschenhandels

Der Menschenhandel gehört laut einer Schätzung des Forbes Magazins zu den lukrativsten Straftaten weltweit und spült jährlich Gewinne in der Höhe von 150 Milliarden US Dollar in die Kassen der TäterInnen. Nur in wenigen Fällen gelingt es hingegen den Opfern des Menschenhandels, erfolgreich Entschädigungen für die schwerwiegenden körperlichen Auswirkungen und die Folgen psychischer Gewaltausübung zu erhalten.

Dieser Thematik ist die heurige Konferenz anlässlich des EU-Tages zur Bekämpfung des Menschenhandels gewidmet. Unter dem Titel „Follow the Money: Finanzielle Aspekte in der Bekämpfung des Menschenhandels“ wirft die Konferenz, die in der Diplomatischen Akademie in Wien sowohl physisch als auch virtuell stattfindet, Licht auf die versteckten Wege des Geldes. In einer Podiumsdiskussion und vier thematischen Workshops wird die Frage nach dem Aufspüren verdächtiger Vermögenswerte beleuchtet und Möglichkeiten, wie Entschädigungsmodelle die Betroffenen tatsächlich erreichen, erörtert. Weiters wird untersucht, wie sich die Auswirkungen entgangener Lohnzahlungen und sozialer Sicherheitsleistungen auf die Existenz der Betroffenen auswirken und wie sie in ihrer Rechtsdurchsetzung bestärkt werden könnten. Dies geschieht in Zusammenarbeit von staatlichen Institutionen, internationalen Organisationen, NGOs sowie VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Die österreichische Task Force zur Bekämpfung des Menschenhandels organisiert die Konferenz anlässlich des Tages der Europäischen Union zur Bekämpfung des Menschenhandels in Kooperation mit dem Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM), der OSZE und heuer erstmals mit dem Fürstentum Liechtenstein.

Der Kampf gegen Menschenhandel ist seit der Gründung der Task Force Menschenhandel im Jahr 2004, unter dem Vorsitz des BMEIA, ein Schwerpunkt der österreichischen Außenpolitik. In der Task Force arbeiten VertreterInnen verschiedener Ministerien, der Bundesländer, der Sozialpartner und Nichtregierungsorganisationen zusammen, um gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung vorzugehen.

Datum

13.10.2021,
13:45 Uhr
bis
14.10.2021,
13:45 Uhr

Ort

Online
Favoritenstraße 15A
1040 Wien
Österreich

Veranstalter

Austrian Task Force on Combating Human Trafficking
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Minoritenplatz 8
1010 Wien
anti.trafficking.conference@bmeia.gv.at