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Sprecher

Martin Ford ist Autor des Bestsellers The Rise of the Robots: Technology and the Threat of a Jobless Future und vertritt eine radikale Sicht auf die technologische Entwicklung: Anders als frühere industrielle Revolutionen wirkten Digitalisierung und Automatisierung heute als generische Prozesse quer durch alle Sektoren von Wirtschaft und Gesellschaft. Roboter und Computer eigneten sich dabei immer mehr von den Fähigkeiten der Menschen an und überflügelten sie sogar. Jobs bis weit in die hohen Qualifikationen würden dadurch an die Maschine verloren. Damit geriete dann der Motor unserer Wirtschaft - die Kaufkraft der Mittelschicht – selbst ins Stottern. Als Antwort fordert Ford für die Roboter-Ökonomie ein neues Verteilungsmodell, das Einkommen zum Teil von Erwerbsarbeit abkoppelt. Die Veranstaltung nimmt diese Thesen als Denkanstoß und Ausgangspunkt für vier spannende Sessions, welche einen möglichst breiten Blick auf die ökonomischen Aspekte des digitalen Wandels ermöglichen sollen.

Caroline Paunov ist Senior Economist am Direktorat für Wissenschaft, Technologie und Industrie der OECD und verantwortlich für das “Innovation for Inclusive Growth” Projekt. Ebenso leitet sie die Arbeit an nationalen Systemen geistiger Eigentumsrechte in Schwellenländern sowie Arbeit an der Bewertung der Auswirkungen öffentlicher Forschung. Ihre Forschung wurde in führenden akademischen Zeitschriften veröffentlicht, darunter die Review of Economics and Statistics, das Journal of Development Economics sowie das kanadische Journal of Economics and Research Policy. Zuvor arbeitete sie für die Weltbank, die Vereinten Nationen und wirkte an verschiedenen Projekten für die öffentlichen Sektoren in Brasilien, Spanien und Deutschland mit. Sie hält einen B.A. Und M.A. (Hons) der Universität Oxford, einen M.Sc. der Universität Pompeu Fabra sowie einen Ph.D. In Wirtschaftswissenschaften der University of London.

Wolfgang Polt ist Direktor von POLICIES, dem Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung der JOANNEUM RESEARCH mit Standorten in Wien, Graz und Klagenfurt. Ökonom und Innovationsforscher mit den Forschungsschwerpunkten Innovationssystemforschung, Politikberatung- und –Evaluation sowie Erforschung des Innovationsverhaltens von Unternehmen und deren Auswirkungen. Aktuell im wissenschaftlichen Beratungsgremium des Projekts zu ‚Inclusive Growth‘ des Direktorats für Wissenschafts- und Technologiepolitik der OECD und Mitwirkender an einem Projekt zu ‚Technologischem Wandel und Ungleichheit‘, das POLICIES gemeinsam mit INEQ, dem Institut für Ungleichheitsforschung der WU Wien durchführt.

Michael Peneder ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Von 2006 bis 2014 leitete er das internationale Forschungskonsortium zur Vorbereitung der jährlichen Berichte über die Europäische Wettbewerbsfähigkeit. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber des Journal of Industry, Competition and Trade war er Gastprofessor an der Ritsumeikan Universität in Kyoto (2004, 2008, 2015) und Gastforscher u.a. an den Universitäten von Stanford (2003, 2015), Harvard (2009) oder Manchester (1998). Sein Forschungsinteresse gilt Fragen der Industrieökonomie und Innovation.

Wilfried Altzinger ist Leiter des Forschungsinstitutes „Economics of Inequality“ an der WU Wien sowie Generalsekretär der Nationalökonomischen Gesellschaft Österreichs. Er lehrt und forscht in den Bereichen Einkommens- und Vermögensverteilung sowie der Europäischen Integration. Derzeit arbeitet Altzinger gemeinsam mit Forschern von Joanneum Research an einem Projekt zur Thematik „Technologischer Wandel und Ungleichheit“. Zuletzt war Altzinger Gastforscher am ‚Institute for New Economic Thinking‘ (INET) an der Oxford Martin School, UK sowie an der FU Berlin.

Ulrich Zierahn ist Senior Researcher am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Forschungsbereich „Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung“. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Folgen von technologischem Wandel, internationalem Handel und Offshoring sowohl für die Dynamik individueller Erwerbsverläufe als auch für die Einkommens- und Beschäftigungsergebnisse in regionalen Arbeitsmärkten. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den Auswirkungen der Agglomeration ökonomischer Aktivität auf die Disparitäten zwischen regionalen Arbeitsmärkten. Ulrich Zierahn studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 2010 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen einer Kooperation der Universität Kassel und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) in Hamburg. Im November 2012 schloss er seine Promotion mit dem Titel "Regional Labor Market Disparities – A New Economic Geography Perspective" an der Universität Kassel ab.

Bernhard Dachs ist Senior Scientist am Innovation Systems Department des AIT Austrian Institutes of Technology in Wien. Er studierte Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und erhielt ein Doktorat in Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen. Seine Spezialgebiete sind Innovationsökonomie, insbesondere im Hinblick auf die Internationalisierung von F & E, Innovation im Dienstleistungssektor und die Beschäftigungswirkungen von Innovationen. Seine Arbeit ist vor allem empirisch und angewandt. Er war in einer Reihe von Beratungs- und Forschungsprojekten für österreichische als auch internationale Auftraggeber tätig. Seine Forschungsergebnisse wurden in verschiedenen internationalen referierten Fachzeitschriften veröffentlicht.

Erich Prem ist Chef FTI-Stratege und Geschäftsführer der eutema GmbH. Er ist häufiger Koordinator internationaler Forschungsprojekte, Evaluator von F&E-Projekten für die Europäische Kommission und ein erfahrener Programm-Manager von Förderprogrammen. Erich Prem ist diplomierter Wirtschaftstechniker und arbeitet wissenschaftlich in den Gebieten Artificial Intelligence, Forschungspolitik, Innovationsforschung und Wissenschaftstheorie. Er ist Autor von über 70 wissenschaftlichen Arbeiten und war Gastforscher am Massachusetts Institute of Technology. Er promovierte an der TU Wien zum Dr. tech. und absolvierte das Diplomstudium der Informatik. Er war Lektor an der TU Wien am Informatics Innovation Center. Die Donau Universität Krems verlieh ihm den Master of Business Administration in "General Management".

Thomas Riesenecker-Caba ist Betriebsinformatiker, Geschäftsführer der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA), Themenverantwortlicher "Technikgestaltung und Datenschutz" und seit 2003 im Vorstand der Society for Organizational Learning Austria (SoL Austria)

Johannes Schweighofer leitet die Abteilung „Internationale Arbeitsmarktpolitik und Forschung“ im BMASK. Er arbeitet u. a. zu beschäftigungspolitischen Fragestellungen auf EU- und OECD-Ebene, betreut Forschungsprojekte zur Evaluierung von Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik und schreibt etwa zum Thema „Auswirkungen der Digitalisierung auf den österreichischen Arbeitsmarkt“.